Der Herr der Fliegen

SiB - Schulen in Bewegung 7 (2017)

Wenn rund 80 Schülerinnen und Schüler aufeinandertreffen und gemeinsam innerhalb eines halben Jahres ein Stück auf die Beine stellen, wenn 13 Künstlerinnen und Künstler sie anleiten und sechs verschiedene Schulformen zusammenkommen, dann nennt sich das Projekt „SiB – Schulen in Bewegung“!

Die Schülerinnen und Schüler sind auf fünf Gruppen verteilt: Bühnenbild, Kostüm, Video und Multimedia & PR hinter der Bühne, außerdem eine Gruppe, die alles umfasst, was auf der Bühne stattfindet, also Schauspiel, Tanz und Musik. Jede Gruppe wird von freien Künstlerinnen und Künstlern und Mitarbeitenden des Schauspielhauses betreut. Auch bis zu drei Lehrerinnen pro Schule sind beteiligt. Fünf Monate wird geprobt, anfangs einmal pro Woche, dann zunehmend mehr. Insgesamt arbeiten fast 100 Menschen ungefähr 160 Stunden (davon über 30 Stunden auf der Bühne der Kammerspiele) an „Schulen in Bewegung“!

Doch viel entscheidender ist, was in dieser Zeit mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern passiert. Das beginnt schon bei der Zusammensetzung der Gruppen. Es kommt nicht auf Alter, Herkunft oder Schulnoten an, sondern auf Einsatzbereitschaft für das Gemeinschaftsprojekt. So entstehen bunt durchmischte Gruppen, in denen Gymnasiasten, Förderschüler und alle anderen gemeinsam proben und arbeiten. Vorurteile werden hinterfragt und verschwinden während der Probenzeit; man schließt Freundschaften mit Menschen, denen man sonst wohl nie begegnet wäre.

So setzt SiB etwas in Bewegung. Die Teilnehmenden lernen ihre eigene Kreativität kennen und entdecken in sich selbst – und anderen – ungeahnte Talente und Interessen. Sie finden neues Selbstvertrauen. Zusammen wird hart gearbeitet, riskiert, ausprobiert und manchmal auch viel gelacht. Spätestens bei der Premiere weiß man: Die Mühe hat sich gelohnt. Dann nämlich wird die Inszenierung – in diesem Jahr ist es „Der Herr der Fliegen“ – vor 400 Zuschauern in den Kammerspielen gezeigt, auf der Bühne, auf der sonst das Ensemble des Schauspielhauses arbeitet. Nur wenn das Teamwork stimmt, entsteht etwas, das größer ist als die Summe seiner Einzelteile. Es ist nicht einfach, eine komplette Inszenierung auf die Bühne zu stellen, aber gemeinsam ist es zu schaffen. Und am Ende stellt man fest: Man kann, wenn man nur will!

Vorstellungen

Premiere
Do 8. Juni 2017, 19.30 Uhr

weitere Vorstellungen
Fr 9. Juni 2017, 12 Uhr
Di 13. Juni 2017, 19 Uhr
Mi 14. Juni 2017, 10 Uhr
Mo 19. Juni 2017, 19 Uhr
Di 20. Juni 2017, 10 Uhr
Mo 3. Juli 2017, 19 Uhr
Di 4. Juli 2017, 10 Uhr

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